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Die 47-jährige Önologin Caroline Frey zieht sich mit sofortiger Wirkung aus der Leitung der Weingüter Paul Jaboulet Aîné**** (Rhônetal), Château La Lagune**** (Bordeaux) und Château Corton C (Burgund) zurück. Frey war mehr als 20 Jahre lang die prägende Kraft in der Familiengruppe, die ihr Vater Jean-Jacques Frey gegründet hat. Künftig will sie sich vollständig auf ihr eigenes Weingut im schweizerischen Fully konzentrieren.
Auslöser für den Rückzug war eine ernsthafte Erkrankung im Frühjahr, die einen mehrwöchigen Krankenhausaufenthalt erforderlich machte. Wie sie in einer Erklärung mitteilte, müsse sie „ihre Entscheidungen, ihr Gleichgewicht und ihre Prioritäten“ neu überdenken. In Fully wird sie die fünf Hektar Weinberge des renommierten Winzers Benoît Dorsaz übernehmen, der in den Ruhestand geht. Ab dem aktuellen Jahrgang werden die beiden Betriebe unter dem Namen Domaine Caroline Frey zusammengeführt.
Ihre Schwester Delphine, die für Marketing und Kommunikation der Familienweingüter verantwortlich ist, sowie ihr Vater Jean-Jacques werden in den kommenden Wochen einen neuen technischen Leiter vorstellen. Die Entscheidung sei bereits gemeinsam getroffen worden.
In den vergangenen zwei Jahrzehnten wurde Caroline Frey zu einer der bekanntesten Protagonistinnen des biodynamischen Weinbaus. Sie prägte Domaines Paul Jaboulet Aîné ebenso wie Château La Lagune nachhaltig und brachte frischen Schwung in das heutige Château Corton C, wie das Branchenmagazin The Drinks Business die aus der Champagne stammende Önologin würdigt.
2023 gründete sie die Domaine La Chapelle, mit der sie die beiden Hermitage-Cuvées La Chapelle und Le Chevalier de Sterimberg vereinte. Für ihr Engagement wurde sie mehrfach ausgezeichnet – unter anderem mit dem Insigne de Chevalier de l’Ordre National du Mérite, dem Amorim Biodiversity Award bei den Green Awards von Drinks Business sowie 2023 mit dem Titel Offizierin des Ordre du Mérite Agricole.
(al)