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Bordeaux.com
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Bordeaux will mit neuen Weinstilen und verbesserter Nachhaltigkeit moderner werden, während Rebfläche und Produktion schrumpfen. Der Branchenverband Conseil Interprofessionnel du Vin de Bordeaux (CIVB) hat dazu  Pläne und Initiativen vorgestellt.

Die Produktion fiel mit dem Jahrgang 2025 um zwölf Prozent auf 2,9 Millionen Hektoliter. Die Rebfläche verringerte sich um neun Prozent auf 86.000 Hektar, den niedrigsten Wert seit 1986. Obwohl Bordeaux weiterhin für lagerfähige Rotweine stehen will, wird das Angebot an Weinstilen erweitert. Die Produktion von Schaumweinen (Crémant de Bordeaux) hat sich in zehn Jahren vervierfacht. Dazu kamen neue Crémant-Varianten wie Blanc de Blancs, Blanc de Noirs und Extra Brut sowie reinsortige Schaumweine aus der Rebsorte Sémillon. Der historische Claret, ein leichter, fruchtbetonter Bordeaux mit heller Farbe, der gekühlt getrunken wird, wird wieder als Appellationswein produziert. Die für Weißweine bekannte Region Entre-deux-Mers produziert jetzt mehr Rotwein, dafür soll im traditionellen Rotweingebiet Médoc der Anteil an Weißweinen deutlich steigen.

Das CIVB bekräftigte seine Nachhaltigkeitsziele im Programm „Sustainable Impact“. Daran beteiligen sich Weingüter, Handelshäuser und eine Genossenschaftskellerei mit rund 10.000 Hektar Rebfläche und 3.300 Beschäftigten. Sie wollen Klima- und Umweltschutz, Biodiversität und Gesundheit sowie die Sicherheit am Arbeitsplatz verbessern. Das durchschnittliche Flaschengewicht von 443 Gramm soll bis 2030 um weitere zehn Prozent sinken. Bei Etiketten kommen vermehrt recycelte und alternative Fasern zum Einsatz. Ab 2027 wollen die Bordeaux-Hersteller mindestens jede zehnte in Frankreich verkaufte Flasche in wiederverwendbaren Verpackungen anbieten. Die Treibhausgasemissionen sollen im Vergleich zu 2007 bis 2030 um 54 Prozent sinken.

(al; Bild: Bordeaux.com)

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