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Der 89-jährige Bernard Magrez, Besitzer von über 40 Weingütern, darunter Château Pape Clément****, hat eine neue Bordeaux-Marke vorgestellt, berichtet das Fachmagazin Vitisphere . Der „Bordeaux 12“ richtet sich nicht an Weinkenner, sondern wird speziell für die Generation Z der 20- bis 35-jährigen produziert. Der rote „Bordeaux 12“ aus 60 Prozent Merlot und 40 Prozent Cabernet Sauvignon wurde gezielt für Einsteiger konzipiert: tanninarm und leicht zu trinken. Der Marketingspezialist und Berater von Magrez, Jean-Noël Kapferer, sagte bei der Präsentation in Paris: „Man kann ihn einen Post-Parker-Wein nennen“. Der Weißwein dieses Konzepts ist ein fruchtig-frischer Sauvignon Blanc.
Beide Weine sollen über den Lebensmittelhandel vertrieben werden und zwischen fünf und sechs Euro kosten. Da dort beim Kauf das Etikett entscheidend sei, wurden hier auffällig bunte Motive gewählt. Sie zeigen ein abstraktes Gemälde des Street-Art-Künstlers JonOne und sollen „die Emotionen ansprechen.“ Das sei für diese Zielgruppe wichtiger als das Wissen über Wein, wie Kapferer sagte: „Der Weinfreund von gestern nähert sich dem Wein über den Kopf. Die Generation Z möchte sofortigen Genuss.“ Auf den Etiketten steht der Satz: „Ein neuer Bordeaux-Stil: leicht, fruchtig und einfach zu trinken.“
Der Name „Bordeaux 12“ wurde gewählt, weil es die zwölfte von 18 Proben war, die die Verkoster überzeugte. Magrez, der bekannt für aggressives Marketing ist, setzt sich zum Ziel, in drei bis vier Jahren alleine in Frankreich elf Millionen Flaschen zu verkaufen.
(al)