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In Belgien wurde 2025 erstmals mehr als vier Millionen Liter Wein produziert. Laut Angaben des belgischen Wirtschaftsministeriums waren es 43.000 Hektoliter - rund ein Viertel mehr als im bisherigen Rekordjahr 2023 und deutlich mehr als im klimatisch schwierigen Jahrgang 2024. Damals konnten nur 12.000 Hektoliter vinifiziert werden. Die Rebfläche stieg um 8,5 Prozent von 958 auf 1.040 Hektar. Die Anzahl der Betriebe wuchs zudem um 30 auf jetzt rund 350. Darunter sind professionelle Weingüter, aber auch ambitionierte Hobbywinzer.
Weißer Schaumwein liegt mit 21.000 Hektolitern an der Spitze, gefolgt von rund 15.000 Hektolitern weißem Stillwein. Rotwein machte 4.410 Hektoliter aus. Insgesamt wurde fast ein Drittel der Weine aus Chardonnay produziert. Erstmals wurde 2025 auch Orange Wine mit 100 Hektolitern als eigene Kategorie aufgeführt.
In der Region Flandern erzeugten die Weingüter auf 551 Hektar Rebfläche 18.300 Hektoliter Wein. Wallonien produzierte trotz der geringeren Rebfläche von 490 Hektar mit 24.400 Hektolitern deutlich mehr. Das liegt laut Wirtschaftsministerium an der Ausrichtung der Produktion: Wallonien konzentriert sich stark auf Schaumwein, für den die Reben dichter gepflanzt sind und höhere Erträge pro Hektar erzielt werden. Da viele der jungen Reben nun in den vollen Ertrag kommen, dürfte die Produktion in den kommenden Jahren weiter steigen.
(al; Bild: Jean-Pol Grandmont; AI)