wein.plus
ACHTUNG
Sie nutzen einen veralteten Browser und einige Bereiche arbeiten nicht wie erwartet. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser.

Anmelden Mitglied werden

Archäologen haben in der Stadt Yavne südlich von Tel Aviv eine Weinkellerei mit fünf Pressen, vier Lagerhäusern für Reifung und Abfüllung sowie Brennöfen für Amphoren zur Weinlagerung freigelegt. Sie stammt aus dem vierten bis fünften Jahrhundert nach Christus, also aus der byzantinischen Zeit. Diese Weinfabrik konnte nach Berechnungen der Israelischen Altertumsbehörde (IAA) zwei Millionen Liter pro Jahr produzieren und ist damit die größte bekannte Kellerei aus dieser Zeit.
Jede Weinpresse umfasste eine Fläche von 225 Quadratmetern mit einem Trittboden, auf dem die Trauben mit den Füßen gequetscht wurden, sowie Behälter für Gärung und Lagerung.

Die Ausgrabungsleiter Dr. Elie Haddad, Liat Nadav-Ziv und Dr. Jon Seligman zeigten sich überrascht, „hier eine so hochentwickelte Fabrik zu entdecken, in der Wein in kommerziellen Mengen hergestellt wurde. Außerdem weisen dekorative Nischen in Form einer Muschel, die die Weinpressen schmückten, auf den großen Reichtum der Fabrikbesitzer hin". Der „Gaza- und Ashkelon-Wein“ aus dem Heiligen Land galt als besonders hochwertig und wurde von diesen beiden Häfen aus in den ganzen Mittelmeerraum verschifft. Es wurden auch Reste von noch älteren Weinpressen gefunden, die rund 2.300 Jahre alt sind. Die Stätte soll als Archäologiepark erhalten und Besuchern zugänglich gemacht werden.

(al / Quelle: drinksbusiness; Foto: Assaf Peretz/Israel Antiquities Authority)

Veranstaltungen in Ihrer Nähe