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Die Corona-Pandemie treibt die Weinindustrie immer mehr in die Automatisierung. Die mit Covid-19 verbundenen Reisebeschränkungen führten im vergangenen Jahr zu einem gravierenden Mangel an Arbeitskräften aus Osteuropa und Nordafrika, der für viele Weingüter ein großes Problem darstellte. Laut einer Recherche des Wall Street Journal haben viele Winzer in Italien und Spanien Erntemaschinen gekauft, um in diesem Jahr besser auf die Weinlese vorbereitet zu sein.

Philippe Astoin, Leiter der Landwirtschaftsabteilung des französischen Herstellers Pellenc erklärte, dass die Nachfrage nach automatisierten Traubenerntemaschinen vor der Pandemie jährlich um fünf bis zehn Prozent gestiegen sei, in diesem Jahr aber um rund 20 Prozent zugelegt habe. Dies sei eine strukturelle Veränderung des Weinsektors, welche die Pandemie überdauern werde und die seit langem bestehenden Migrationsmuster verändern könnte. Jedes Jahr kommen zehntausende ausländische Arbeitskräfte für die Ernten nach Italien, Frankreich und Spanien. Während die Ernte einiger Feldfrüchte wie Sojabohnen und Mais bereits weitgehend automatisiert sei, hätten die Winzer bei der Umstellung etwas länger gebraucht. Einerseits hätten viele Erzeuger Bedenken, die Traubenqualität könne darunter leiden, andererseits hätten auch die hohen Kosten kleinere Betriebe abgeschreckt.

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