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Vor der Küste Kalabriens wurde ein rund 2.400 Jahre altes Schiffswrack mit 300 Amphoren entdeckt. In vielen davon wurde Wein transportiert. Ihre Formen deuten darauf hin, dass sie in der griechischen Kolonie Magna Graecia im heutigen Süditalien und auf Sizilien hergestellt wurden.Die italienische Denkmalschutzbehörde bezeichnet den Fund als einen der bedeutendsten der vergangenen Jahre. Wein war eines der wichtigsten Exportgüter dieser Stadtstaaten. Die Fundstücke liefern den Fachleuten wichtige Informationen über den damaligen Seehandel im Mittelmeer. Daraus lassen sich Handelsbeziehungen zwischen den verschiedenen Regionen des Mittelmeers rekonstruieren. Sie könnten aber auch Neues über die Weinproduktion verraten.
Das Wrack und die Amphoren wurden bereits 2023 bei Voruntersuchungen für einen Offshore-Windpark entdeckt, der nun an einer anderen Stelle errichtet wird. Jetzt hat das Forscherteam erste Erkenntnisse veröffentlicht. Es bereitet die Bergung und Konservierung der Ladung vor. Dafür wird jede einzelne Amphore systematisch erfasst und Proben genommen, um sie möglichst unbeschädigt zu erhalten.
(al; Bild: Italienisches Kulturministerium)