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Zugegeben, es ist womöglich nicht ganz fair, die deutschen Sauvignons in einen Wettbewerb mit jenen aus Südtirol und Österreich zu schicken. In Italiens nördlichster Provinz ist der Sauvignon ein lange etablierter Qualitätsgarant, in der österreichischen Steiermark gar die Leitsorte schlechthin. Die beiden Regionen sind - vielleicht noch zusammen mit dem Friaul - die bedeutendsten Herausforderer der französischen Heimatregionen der Sorte: Loire und Bordeaux. Ihre besten Weine müssen sich vor keinem Vergleich fürchten.

In Deutschland ist der Sauvignon Blanc zwar derzeit groß in Mode, doch es fehlt bislang ein erkennbares Profil. Das ist kein Wunder, verteilt sich die Sauvignon-Anbaufläche doch auf fast alle Weinregionen in Deutschland. Zudem scheinen manche Erzeuger auch nicht so recht zu wissen, was sie mit dieser potenziell hochklassigen, aber auch sensiblen Sorte anfangen sollen. Grasgrüne, unreife Schreihälse dienen ebensowenig dazu, Deutschland als Herkunft hochwertiger Sauvignons zu etablieren, wie süßlich-säuerliche Allerweltsweinchen, die mancherorts der Einfachheit halber aus allen verfügbaren Rebsorten produziert werden. Dennoch hat die Sorte eine Chance, sich aus ihrer Nische herausbewegen. Besonders in Württemberg, wo die meisten Sauvignon-Pioniere zu Hause sind, in der Pfalz und in Rheinhessen arbeiten einige engagierte Produzenten an echten Spitzenqualitäten, die aufzeigen, was möglich ist - gerade auch im Hinblick auf die sich mit dem Klimawandel verändernden Anbaubedingungen.

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